Geflecktblättriger Purpurschneckling – November 2026

Hygrophorus russula

Geflecktblättriger Purpurschneckling

Hygrophorus russula (Schaeff.ex Fr.) Kauffman

russulus = rötlich

 

Allgemeines

Die Familie der Hygrophoraceae ist durch Weißsporer mit auffallend dicken, meist entfernt stehenden Lamellen von wachsartiger Beschaffenheit gekennzeichnet. Weitere Familienmerkmale sind die äußerst langen Basidien und die nicht amyloiden Hyphen. Nach dem Bau der Lamellentrama werden verschiedene Gattungen unterschieden. Die Gattung Hygrophorus = Schneckling besitzt bilaterale Tramastruktur und schmierige, flockige oder schuppige Velumreste am Stiel. Die Pilze sind sämtlich Wurzelsymbionten mit Waldbäumen. Von den etwa 40 europäischen Arten dieser Gattung ist der Purpurschneckling einer der stämmigen Vertreter der ganzen Familie. Er wurde bereits 1762 von Schaeffer, 1836 von Fries beschreiben.

 

 

 

Agaricus campestris (Wiesenchampignon)

Vorkommen

  • September bis November;
  • im Laubwald (nach Hennig auch unter Fichten) auf Kalkböden,
  • oft in Gruppen in der Nähe von Eichen und Buchen;
  • in Norddeutschland seltener

Typische Erkennungsmerkmale

  1. Großer, kräftiger, ritterlingsähnlicher Pilz mit Purpurfarbtönen;
  2. Der lange eingerollte Hutrand;
  3. Die eingebuchteten Lamellen sind anfangs weiß, bald aber purpurrot gefleckt;
  4. Die obere Stielpartie ist durch körnige Fleckchen punktiert

Makroskopische Merkmale

 

Der 6 – 12 cm große, fleischige Hut mit lange eingerolltem Rand ist zunächst gewölbt, später niedergedrückt; er ist meist etwas klebrig und glänzt im trockenen Zustand. Seine Farbe wird mit schmutzigpurpurrot, fleischpurpur bis dunkelrosa beschrieben, am Rande ist er jedoch blasser als in der durch kräftige rote Flecken gesprenkelt erscheinenden Mitte.

Die Lamellen sind erst weiß, dann blassgelblich, bald schmutzig rot gefleckt (Name!), sie stehen im Gegensatz zu den meisten Gattungsvertretern ziemlich gedrängt, sind dick, wachsartig, am Stiel schwach buchtig oder laufen am Stiel nur gering herab.

 Der 4-8 cm hohe Stiel ist trocken, festfleischig voll und gleichmäßig dick (1-3 cm); er ist von blasser Farbe, rötlich-schmutzig angelaufen oder gefleckt und besitzt eine weißkleiige oder kleinschuppige Stielspitze.

Das weiße, mitunter auch rötlich durchzogene Fleisch glänzt etwas seidig, verfärbt sich an Druckstellen schmutzigrötlich bis bräunlich, schmeckt mild, manchmal jedoch auch bitterlich; Geruch unbedeutend, eventuell leicht fruchtig

Der Sporenstaub in Masse ist weiß.

Mikroskopische Merkmale

 

Blasse, kurzelliptische Sporen, 6-9/4-6 µm groß; im Verhältnis zur Sporengröße sehr langgestreckte, zylindrische Basidien

Verwertbarkeit

Gilt als ungenießbar, da bitter. Unter den Schnecklingen ist bisher kein Giftpilz bekannt.

Verwechslungen 

Der kräftige Habitus und die fast engstehenden, meist ausgebuchteten Lamellen erinnern an einen Ritterling, doch sind die Lamellen des Purpurschnecklings dicker und wachsartig. Von den rötlichen Schnecklingen ist der Isabellrötliche Schneckling, H. poetarum, am Scheitel mehr zinnoberrötlich getönt und weist recht lange Stiele auf, auch besitzt er einen ausgesprochen aromatischen Geruch.

Sie können über den Button PDF den Inhalt dieser Seite gerne herunterladen.

PDF